2022

Veranstaltungen und Berichte der NAJU-Gruppe Dötlingen Wildeshausen


Juni 2022

Reise in Biene Majas Welt: Besuch beim Imker

Alle Fotos: Tamino Büttner
Alle Fotos: Tamino Büttner

Beim Juni-Treffen tauchten die NAJU-Kids ein in die süße Welt der Bienen und besuchten dazu Harald Wulferding, der schon seit vielen Jahren Imker ist.

Es gab viel zu lernen und zu entdecken, so zum Beispiel über die Biologie der Honigbiene.

Nach dem Schlüpfen hat die Biene verschiedene Aufgaben: als erstes das Putzen der Zellen und das Wärmen der Bienenbrut, dann füttert sie die Maden. Ein paar Tage später muss sie den Flugbienen den Nektar abnehmen, den diese von draußen mitbringen. Schließlich wird sie zur Baubiene und stellt Waben her. Für ein paar Tage wird die Biene noch zur Wächterin, um den Bienenstock vor Eindringlingen zu schützen, bevor sie in ihren letzten zwei Lebenswochen zur Sammelbiene wird und Nektar und Pollen aus den umliegenden Blüten holt.

Dann kam die Anschauung: Dafür hatte der Imker einen Schaukasten vorbereitet, den man wie ein Fenster öffnen und die Bienen durch Glasscheiben bei der Arbeit beobachten kann. Sogar die Bienenkönigin war zu sehen - es gibt nur eine pro Bienenvolk - , leicht zu erkennen an einem farbigen Punkt auf dem Rücken, den der Imker jedes Jahr in einer anderen Farbe anbringt; so kann man erkennen, wie alt die Königin ist.

Die nächste Station war der Schleuderraum. Harald Wulferding zeigte den NAJUs, wie man die Waben entdeckelt, um an den süßen Honig heranzukommen. Dabei halfen die Kinder fleißig mit. Nachdem alle Waben entdeckelt waren, kamen sie in eine Schleuder. Nach nur kurzer Zeit wurde der Ablaufhahn geöffnet, und der goldene Honig floss durch ein Sieb in den Eimer. Aber ein kleines Gläschen durfte sich jeder noch für sich selbst abfüllen.

Zum Abschluss gab es noch selbstgebackenes Brot und dazu verschiedene Honigsorten. Denn Sommerhonig schmeckt ganz anders als zum Beispiel Rapshonig, und es lohnt sich, verschiedene Honigsorten mal zu probieren, wenn man die Chance dazu hat.


Mai 2022

Besuch auf dem Biohof Bakenhus in Großenkneten

Foto: Kirstin Schoppa
Foto: Kirstin Schoppa

Der OOWV (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband) ist neben dem Pächter des Biohofes und dem Leiter des Hofladens einer der drei Beteiligten des Biohofes. Und bei diesem NAJU-Treffen ging es auch schwerpunktmäßig um das Thema Wasser.

Die NAJUs, deren Eltern und die Betreuer lernten eingangs den natürlichen Wasserkreislauf kennen (Niederschlag – Versickerung – Grundwasser – Gewässer und Entnahme durch Menschen – Verdunstung). Da hierbei kein Tropfen verloren geht, aber auch keiner dazu kommt, ist ein sorgsamer Umgang mit dem Wasser wichtig. Die Teilnehmer erfuhren auch, dass Wasser je nach Bodenbeschaffenheit unterschiedlich schnell versickert.

Auf dem Biohof Bakenhus werden Schweine nach den Bioland-Richtlinien gemästet. Das bedeutet u.a., dass die Schweine mehr Platz haben, und auf dem Hof ist der Auslauf der Tiere mit Stroh eingestreut. Daneben gibt es auf dem Hof noch einige Rinder der Rasse Aberdeen Angus. Diese Tiere wollten die Teilnehmer dann anschließend natürlich sehen.

Den Schluss bildete ein lustiger Laufwettbewerb zur Frage „Wie viele Liter Wasser trinkt eine Kuh/ein Schwein“, und so mancher Beteiligte wurde dabei nass. Aber dank des schönen Wetters störte das niemanden.


Februar 2022

Das Arboretum mit anderen Augen sehen

 

Die Naturschutzjugend traf sich im Februar 2022 im Arboretum Wildeshausen, um hier den ‚Geheimnissen der Bäume‘ auf die Spur zu kommen. Bei einem Rundgang durch das Gelände beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, ob und wofür der Wald gebraucht wird. Ist auch ein Leben ohne Wald möglich? Spielerisch wurde der Wald als Erholungsort und Lebensraum dargestellt, aber auch für die Jagd und für die Holzgewinnung ist er von Bedeutung. Der Prozess der Photosynthese schließlich sorgt dafür, dass Bäume den für das Leben auf der Erde notwendigen Sauerstoff produzieren.

Um einige der im Arboretum vertretenen Baumarten ranken sich auch Legenden, die sich die Menschen früher erzählten. So zum Beispiel, um zu erklären, woher die Zapfen der Douglasien ihr Aussehen haben oder wie die grobe Rinde und die gebuchteten Blätter der Eiche entstanden sind.

Dann traten die Bäume des Arboretums untereinander in den Wettbewerb: Wie hoch ist der höchste, wie alt der älteste Baum oder, besonders spannend, wie groß ist der größte Zapfen?

Auflockernde Spiele sorgten zwischendurch dafür, dass die NAJU-Kinder trotz schönen Wetters keine kalten Füße bekamen.


Januar 2022

Katzenkopf -- Betreuer Dustin Bolle erklärt den Zunderschwamm -- Kinder auf der entkusselten Heidefläche. Fotos: Kirstin Schoppa

Kunst, Natur und Spiel auf dem Gelände der Schule Gut Spascher Sand

 

Zwei Stunden lang erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese unterschiedlichen Facetten.

Kunst: Die Wege sind gesäumt von „geheimnisvollen Wegbegleitern“ – Skulpturen, die der Wildeshauser Gerd Sandkuhl mit einer Motorsäge aus Holz gefertigt hat. Zu sehen sind u.a. eine Schildkröte, die Bremer Stadtmusikanten, eine Schnecke und sogar ein Krokodil.

Am Ziel angekommen, wurden die NAJU-Kids gefragt, welche Tiere davon nicht in den Wald gehören und – natürlich -  wussten sie die Antwort.

Natur: Auch nicht in den Wald gehörten verschiedene Gegenstände, die von den Betreuern auf einer Lichtung versteckt worden waren; es begann das große Suchen. Darunter befanden sich neben Zweigen von Gartenpflanzen wie Kirschlorbeer, Flieder und Thuja auch verschiedene Deko-Artikel, Teile eines Katzen-Kratzbaumes, leere Joghurtbecher und sogar ein - leider nur einseitig ausgedruckter - 100-Euro-Schein!

Die nächste Aufgabe bestand darin, eine Minute mit geschlossenen Augen den Umgebungsgeräuschen zu lauschen. Über die Bedeutung von unterschiedlichen Waldgeräuschen für die Tiere, um z. B. rechtzeitig Fressfeinde zu hören und darauf reagieren zu können, wurde gesprochen.

Dann ging es auf Entdeckungstour:

Auf einer Heidefläche waren - zur Landschaftspflege und zum Erhalt dieser Fläche –  junges Gehölz entfernt und dann aus dem Strauchschnitt Benjeshecken angelegt worden. Diese Pflegemaßnahme nennt man ‚Entkusseln‘.

Bäume mit sehr viel Efeu wurden entdeckt. Die Kids erfuhren, dass das Efeu mindestens 10 Jahre benötigt, bevor es zum ersten Mal blüht. Efeu blüht bis spät in den Herbst  hinein, wenn die meisten anderen Pflanzen schon verblüht sind, und ist daher eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Im Winter sind die – für Menschen giftigen - Beeren eine wichtige und beliebte Nahrung für Vögel wie z.B. Amseln oder Drosseln.

An einigen Birken fiel Zunderschwamm auf. Aus der Mittelschicht des Pilzes, der sog. Trama,  lässt sich über verschiedene Prozesse Zunder gewinnen, der durch auftreffende Funken sofort zu glühen beginnt und – in der Vergangenheit - beim Entfachen von Feuer half.

Vorbei an Lärchen, Moosen und einem Bach ging es für eine Spielpause zu einem nahe gelegenen Spielplatz. Die Zeit war sehr schnell verflogen, und so musste schon bald der Rückweg angetreten werden.

 

Das nächste NAJU-Treffen findet am Samstag, dem 26. Februar 2022, wieder in der Zeit von 14 bis 16 Uhr statt. Wir werden erneut eine Entdeckertour im Spascher Sand unternehmen. Aber an diesem Nachmittag geht es in eine andere Richtung mit dem Thema "Die geheimnisvolle Welt der Bäume".