2021

Veranstaltungen und Berichte der NAJU-Gruppe Dötlingen Wildeshausen


Juli 2021

Honigbienen und Wildbienen

NAJU-Kinder und auch einige ihrer Eltern fanden sich am 17. Juli beim bekannten Klattenhofer Imker Götz Neuber ein, um Interessantes zum Thema Bienen und Wildbienen zu erfahren. Wichtig ist natürlich, dass diese Tiere genügend Nahrung finden. Deshalb „habe ich keinen schönen Garten und keinen Zierrasen. Mein Garten enthält nur Nahrung für die Bienen, und zwar das ganze Jahr über. Die ersten Frühblüher sind die Krokusse, aktuell kommt die Nahrung für die Bienen aus den Linden, im Spätherbst ist der blühende Efeu eine wichtige Nahrungsquelle“, betont Götz Neuber.

Dann wurden andere Fragen geklärt: Warum tragen Imker weiße Kleidung? (Weil Bienen auf flauschige und dunkle Flächen aggressiv reagieren, denn sie verknüpfen damit die Erinnerung an ihren alten Nesträuber, den Bär). – Wie wissen Bienen, wo es ergiebige Nahrungsquellen gibt? (Kundschafterbienen fliegen aus und teilen es ihren Artgenossen in einem Schwänzeltanz mit. Das winzige Bienengehirn gehört zu den leistungsfähigsten in der Tierwelt.)

Nach der Theorie die Praxis: Wachskerzen wurden gedreht, Teelichter hergestellt und – als kleiner Spaß zum Schluss – durch Wachsgießen sogar noch die Zukunft vorausgesagt.

Die Kinder gingen am Schluss mit einer gut gefüllten Geschenktüte wieder nach Hause (Samen für eine Bienenweide, 1 Glas Imkerhonig, Wachskerze, Teelicht).


Juni 2021

Dustin Bolle erläutert anhand einer Skizze den Nährstoffkreislauf
Dustin Bolle erläutert anhand einer Skizze den Nährstoffkreislauf

Humusbildung - Der Nährstoffkreislauf im Wald

Warum finden wir im Sommer deutlich weniger von den Bäumen gefallenes Laub als im Herbst? Wo bleibt es dann? Und wer kümmert sich um das ganze Laub? Um die Klärung dieser Fragen ging es beim Juni-Monatstreffen der NAJU zum Thema „Wie entsteht Humus?“

Zunächst die Theorie: Anhand einer Skizze wurde den Kindern der Nährstoffkreislauf erläutert. Sie erfuhren, dass für die Zersetzung organischen Materials Bodentiere, Mikroorganismen und Pilze zuständig sind. Diese Humusbildung ist für die Bäume wichtig, da sie diese Nahrung, ihren Dünger, brauchen, damit sie im Frühjahr wieder kräftig austreiben können.

Dann die Praxis: Mit Entdeckerrucksäcken ging es in den nahe gelegenen Wald. Dort wurden Kleintiere gesammelt und anschließend in eine Becherlupe gegeben, betrachtet und identifiziert. Dabei leistete eine Bestimmungskarte Hilfe. Nicht immer gelang es, die Tierchen exakt zu bestimmen, weil auf der Karte nur die geläufigsten Bodenbewohner abgebildet waren.

Zur Vorbereitung auf den zweiten Teil dieses Treffens wurden schließlich Teebeutel vergraben, die in drei Monaten (September 2021) wieder ausgegraben werden sollen. Beim September-Treffen soll dann die jeweilige Bodenqualität bestimmt werden.


April 2021

Gesundheitscheck – Wie geht es unseren Wäldern?

Sieben Kinder der NAJU-Gruppe und drei Betreuerinnen nahmen am 9. April an der Veranstaltung „Wald im (Klima)Wandel“ teil. Horst Wieting und Carola Freise begrüßten sie hierzu am Waldpädagogikzentrum in Ahlhorn. In einem Waldstück war ein Parcours mit 11 Stationen vorbereitet, den die Teilnehmer durchlaufen mussten. Anschließend folgte eine Auswertung, unter Anderem zu folgenden Punkten: fossile Brennstoffe und Kohlendioxid; Auswirkungen des Treibhauseffekts auf die Wälder; Bedeutung der Wälder für den Menschen. Deutlich wurde, welche Gefahr der Klimawandel für die Wälder darstellt und welche negativen Folgen das letztendlich für den Menschen selbst hat.

Nach der Theorie die Praxis: Die Gruppe pflanzte 2-jährige Buchensetzlinge in eine Fläche, die mit einigen Douglasien und Birken und neu gepflanzten Eichensetzlingen besetzt ist. So soll ein Mischwald entstehen. Die Baumarten in einem Mischwald ergänzen sich gegenseitig und sind so weniger anfällig für Trockenheit und Schädlinge.