Baggerarbeiten am Teich - Foto: Kuhlmann
Baggerarbeiten am Teich - Foto: Kuhlmann

Revitalisierungsarbeiten auf der Streuobstwiese am Marschweg

Die Streuobstwiese am Marschweg in Wildeshausen durchläuft derzeit eine Revitalisierungs-Kur: Der vordere Bereich wurde Ende November gemulcht und die Grasnarbe aufgebrochen, um dort künftig artenreicheres Grünland zu schaffen. Im hinteren Bereich wurden zunächst einige Bäume gefällt, damit sich der Laubeintrag rings um den kleinen Teich verringert. Danach war dort ein Bagger im Einsatz, um Faulstoffe und Schlamm aus dem Teich zu entnehmen und die Uferböschung etwas abzuschrägen. Mit dieser Aktion werden zum einen die Licht- und Luftströmungsverhältnisse rund um das Gewässer verbessert. In der neu entstandenen Flachwasserzone soll zum anderen durch bessere Sonneneinstrahlung eine etwas höhere Wassertemperatur und ein leichterer Zugang für Amphibien entstehen.

Brutangebot für ein Steinkauzpaar
Brutangebot für ein Steinkauzpaar

Selbst gebaute Eulenkästen am Rande der Kläranlage angebracht

12.01.2021 – Zwei NABU-Aktive bringen je zwei im Dezember 2020 selbst gebaute Steinkauzröhren und Waldkauzkästen an geeigneten Bäumen am Rande des Kläranlagen-Geländes an.

 

Steinkäuze benötigen kein besonders großes Revier: Sie nehmen vorzugsweise am Ortsrand mit ein bis zwei Hektar Dauergrünland mit Obstbäumen, Viehweiden und Wiesen Vorlieb. Hat sich ein Pärchen gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen. Während der Brutzeit duldet das Weibchen das Männchen allerdings nicht in der Bruthöhle. Daher braucht es in der Nähe eine weitere Höhle als Tagesschlafplatz, von wo aus es das brütende Weibchen mit Beute versorgt, die aus Mäusen und anderem Kleingetier besteht.

 

Vorbereitung und Durchführung dieser Aktion sind Teil des Projekts „Ökologische Aufwertung der Kläranlage Wildeshausen“, das von der niedersächsischen BINGO!-Umweltstiftung finanziell gefördert wird.

Aufruf zur Wahl des Vogels des Jahres 2021
Aufruf zur Wahl des Vogels des Jahres 2021

NABU und LBV starten Hauptwahl des Vogel des Jahres

Die erste öffentliche Wahl zum „Vogel des Jahres 2021“ vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) geht in die heiße Phase: Ab dem 18. Januar können alle Menschen in Deutschland bestimmen, welcher der folgenden zehn nominierten Vögel das Rennen macht: Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz oder Rauchschwalbe. Unter www.vogeldesjahres.de können alle ihrem Favoriten bis zum 19. März ihre Stimme geben. Alle Top-Ten-Kandidaten haben eigene Wahlprogramme und -forderungen, um für den Schutz ihrer Art zu werben. Wer die meisten Stimmen bekommt, wird kurz vor Frühlingsanfang zum „Vogel des Jahres 2021" gekürt.

Die nun zur Wahl stehenden zehn Vogelarten sind aus der Vorwahlphase zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember hervorgegangen. Fast 130.000 Menschen wählten diese aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvogelarten aus. Mehr als 2.500 Wahlkampfteams hatten sich zusammengetan und deutschlandweit vor allem im Internet für ihre Kandidaten geworben.



Handys für Hummel, Biene und Co.

Mit Handy-Recycling Ressourcen schonen und NABU-Projekt fördern

NABU und Telefónica Deutschland Group arbeiten beim Thema Umweltschutz zusammen. Seit 2011 ist das Mobilfunkunternehmen – damals noch E-Plus – Partner des NABU. In Sammelboxen wurde bis 2019 wurde für das NABU-Projekt „Alte Handys für die Havel“ gesammelt. Jetzt fließt das Geld in den NABU-Insektenschutzfonds.

Der Entsorgungspartner von Telefónica in Deutschland, die AfB gemeinnützige GmbH (Arbeit für Menschen mit Behinderung), verkauft die wiederaufbereiteten Geräte nur in Europa. Nicht mehr funktionsfähige Geräte gibt der NABU zum Recycling an die Umicore AG & Co. KG. Umicore unterhält die ökologischsten Schmelzanlagen in ganz Europa und ist ISO 9001, 14001 und OHSAS 18001 zertifiziert. Beim Recycling der NABU-Handys entstehen Rohstoff-Gewinne von bis zu einem Kilo Gold jährlich, ganz zu schweigen von den Umweltvorteilen.

Im Bereich des NABU Dötlingen-Wildeshausen sind Sammelboxen für das Recycling gebrauchter Handys bislang an folgenden Orten aufgestellt:

  • Foyer des Stadthauses in Wildeshausen, Am Markt 1
  • Hagebaumarkt Wildeshausen, Visbeker Straße 45
  • Euronics XXL Böseleger Wildeshausen, Westring 8
  • REWE Markt Wildeshausen, Huntetor 4
  • VR Bank Oldenburg Land eG Geschäftsstelle Wildeshausen, Westerstraße 4
  • ebenso in der VR Bank Zweigstelle Neerstedt, Heuberge 1b
  • und demnächst auch in weiteren Zweigstellen der VR Bank in Großenkneten, Sandkrug, Wardenburg, Ahlhorn, Huntlosen, Kirchhatten und Harpstedt.

Übrigens: Nicht nur alte Handys und Smartphones können dort eingeworfen werden, sondern neben Tablets auch Zubehör wie Ladekabel, Netzteil und Headset.


Volksbegehren endet mit großem Erfolg

Ziel frühzeitig erreicht: Landtag beschließt Gesetzesänderungen für mehr Natur- und Artenschutz / Weiterführung nicht mehr notwendig

Grünland und artenreiche Wiesen sowie Gewässerrandstreifen werden besser geschützt, der Pestizideinsatz in wichtigen Naturbereichen wird verboten, der Wiesenvogelschutz wird ausgeweitet, heimische Baumarten gefördert und der Anteil des Ökolandbaus gesteigert: Diese und weitere Eckpunkte für besseren Tier- und Pflanzenschutz in Niedersachsen hat das niedersächsische Parlament am 10.11.2020 beschlossen und gesetzlich verankert.

 

Mitglieder des Aktionsbündnisses Volksbegehren „Artenschutz. Jetzt!“ Dötlingen-Wildeshausen begrüßten die Landtagsbeschlüsse:
„Ohne das Volksbegehren hätte es den Niedersächsischen Weg und die Beschlüsse im Landtag niemals gegeben. Nur der Druck durch unser breites Volksbegehren-Bündnis hat alle an einen Verhandlungstisch mit den Umweltverbänden gebracht: die Landesregierung, die Koalitionsfraktionen im Landtag und das Landvolk. Jetzt hat der Landtag weitgehend das beschlossen, was wir mit dem Volksbegehren erreichen wollten“, bilanziert Andreas Mikutta. Auch wenn die Ziele des Volksbegehrens vielleicht nur zu 90 Prozent erreicht worden seien, so stellten die jetzt beschlossenen Änderungen im Naturschutz-, Wald- und Wassergesetz eine deutliche Verbesserung für die Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen dar.
„Bis zum 1. November haben in den Gemeinden Dötlingen und Wildeshausen etwa 930 Menschen das Volksbegehren unterschrieben – dafür bedanken wir uns ausdrücklich und auch bei allen, die uns unterstützt haben, indem sie bei Freunden, Verwandten und Nachbarn ebenfalls gesammelt haben!“,  führt Marianne Bernhard-Beeskow aus. „Landesweit wurden 138.118 gültige Unterschriften gesammelt – damit konnten wir die Zahl seit Anfang September fast verdoppeln. In Wildeshausen wurden über mehr als 7 Wochen an verschiedenen Standorten Unterschriften gesammelt. Die dabei geführten Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern haben gezeigt, wie wichtig den Menschen das Thema Artenschutz ist – und dass man mit politischem Druck durch ein Volksbegehren viel erreichen kann.“
Klar ist: Das Insekten- und Artensterben ist nach wie vor dramatisch und werden durch den "Niedersächsischen Weg" nicht beendet. Wir werden uns daher weiter für besseren Natur- und Artenschutz einsetzen. Als erste konkrete Maßnahmen, die im Rahmen des „Niedersächsischen Wegs“ beschlossen wurden, erwarten wir zeitnah die Finanzierung je einer zusätzlichen Stelle in den Unteren Naturschutzbehörden aller niedersächsischen Städte und Landkreise sowie die Schaffung von 15 weiteren Ökologischen Stationen.


NABU Dötlingen-Wildeshausen

Kontaktaufnahme:

 

Marianne Bernhard-Beeskow (Dötlingen)

Tel: 04433-9699856

mail@ms-nordbild.de

 

Wolfgang Pohl (Wildeshausen)

Tel: 04431-5882

wpohl.nabu@gmx.de

 

Spenden für die Natur - Unsere Kontodaten:

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