Iserloyer Straße in Hockensberg ist „Allee des Monats Mai 2020“

Verleihung des Titels durch die Fachgruppe Kulturlandschaft des Niedersächsischen Heimatbunds

Jeden Monat präsentiert die Fachgruppe Kulturlandschaft des Niedersächsischen Heimatbunds (NHB) aus den erfassten Alleen des vergangenen Monats eine besondere Allee, die sie mit dem Titel „Allee des Monats“ kürt. Die Buchen- und Birkenallee entlang der Iserloyer Straße (K 237) in Dötlingen-Hockensberg trägt nun seit kurzem den Titel Allee des Monats Mai 2020. „Besonders ältere Bäume, wie die Rotbuchen an der Iserloyer Straße, sind in ihrer Funktion als Lebensraum besonders wertvoll, in der Kulturlandschaft selten geworden und somit schützenswert“, hebt die Jury des NHB in ihrer Begründung hervor.

Durch einen geplanten Ausbau der Kreisstraße drohte die Auflösung der Allee. Hier wurde die Identifizierung der Bürger*innen mit Ihrem grünen Ortseingang besonders deutlich: Unter anderem initiierte der NABU Dötlingen-Wildeshausen zusammen mit dem Heimatverein Hockensberg und den Strickfrauen Wildeshausen eine „Urban Knitting“-Aktion. Gestrickte Hände umarmten die Bäume, um auf Ihren drohenden Verlust und den Wert der Allee für die Bewohner*innen aufmerksam zu machen.


Infoschilder an der  Trauerschnäppermeile angebracht

An einem Dötlinger Streckenabschnitt des Jade-Wanderwegs installierte der NABU Dötlingen-Wildeshausen seit 2017 insgesamt 126 Nistkästen, um Trauerschnäppern, die erst im April aus Afrika in unsere Region zurückkehren, eine „Wohnung“ anzubieten. Ihr Problem ist nämlich, dass zu diesem Zeitpunkt andere Singvögel, vor allem Meisen, mögliche Nistplätze bereits belegt haben und ihre Reviere gegen Eindringlinge verteidigen. Entlang der Trauerschnäppermeile wurden daher die Nistkästen jeweils in Dreiergruppen aufgehängt: Eine Blaumeise zieht in einen der drei Kästen ein und duldet dann noch in einem zweiten Kasten eine andere Meisenart. Ein dritter Kasten bleibt somit für Trauerschnäpper frei.

Entlang der Route wurden nun entsprechende Infoschilder angebracht.

Weitere Informationen hier.


Die Blutbuche vor dem Johanneum soll erhalten bleiben!

Übergabe von 1367 Unterschriften an Verwaltungsdirektor Bartelt

20. Februar 2020 - Vertreter verschiedener Wildeshauser Interessensgruppen übergaben eine Mappe mit 1 367 Unterschriften an Hubert Bartelt, den Verwaltungsdirektor des Krankenhauses Johanneum. Sie bekräftigten damit, dass sie sich für den Erhalt der Blutbuche an der Visbeker Straße einsetzen. Der Baum gilt als stadtbildprägend und dürfte deutlich älter als 100 Jahre sein. Viele Bürger befürchten, dass der Baum mit einem Kronen-durchmesser von 26 Metern Schaden nehmen könnte, wenn das Krankenhaus in unmittelbarer Nähe erweitert wird. Der NABU befürwortet, dass die Blutbuche den Status eines Naturdenkmals erhält.


Erste Greifvogel-Ansitze aufgestellt

Dötlinger Dorfgarten macht den Anfang

6. Februar 2020 - Manch einer wird sich wundern, warum im Dötlinger Dorfgarten zwei hohe Holzstangen stehen. Bei ihnen handelt sich sich um Ansitze für Greifvögel, die dort derzeit äußerst willkommen sind. Hintergrund ist die Mäuseplage, die durch die beiden heißen Sommer 2018 und 2019 ausgelöst wurde. Wie auf vielen Flächen in der Region haben die Tiere auch auf dem Areal im Herzen Dötlingens kräftig gewühlt und die Wurzeln junger Obstbäume angefressen. Greifvögel sollen Abhilfe schaffen.

Ein weiterer Greifvogel-Ansitz soll demnächst in Wildeshausen aufgestellt werden.


Ein Schleuereulenhaus entsteht

Umrüstung eines Jäger-Ansitzes am Rande des Lehmkuhlenwalds

4. Februar 2020 - In Absprache mit der Stadt Wildeshausen rüstet die NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen am Waldrand des Lehmkuhlenwalds in Wildeshausen einen Jäger-Ansitz zu einem Schleiereulenhaus um.

Nach einer Reihe von Vorbereitungen wird derzeit an der endgültigen Fertigstellung des Objekts gearbeitet. Im Rahmen eines ersten Arbeitseinsatzes schlossen fünf NABU-Aktive den Ausbau der Kanzel so gut wie ab. Beim nächsten Mal ist nach Erledigung einiger Restarbeiten mit einem Abschluss der Maßnahme zu rechnen.


Vorbereitung von Greifvogel-Ansitzen

Aufstellung in Dötlingen und Wildeshausen geplant

29. Januar 2020 - Die beiden heißen und trockenen Sommer 2018 und 2019 haben dazu beigetragen, dass vielerorts eine wahre Mäuseplage zu verzeichnen ist. Feld- und Wühlmäuse lieben die Trockenheit, vermehren sich kräftig und richten durch ihren unterirdischen Fraß teilweise erhebliche Schäden an.

Von der großen Anzahl an Mäusen profitieren andererseits deren natürliche Feinde, insbesondere Greifvögel, deren Bestand sich in den letzten Jahren spürbar erholt hat. Sie leisten so gesehen einen wertvollen Beitrag als „biologische Schädlingsbekämpfer“.

Für solche Mäusejäger wie z.B. den Bussard sollen an verschiedenen Stellen in den Gemeinden Dötlingen und Wildeshausen demnächst Greifvogel-Ansitze errichtet werden. In einer ersten Aktion wurden hierfür passende Baumstämme auf Länge gesägt und entrindet.


Angebote für Vögel und Insekten

Anpflanzung einer Wildgehölz-Hecke in Wildeshausen

Wildeshausen, 11. Januar 2020 - Die Stadt Wildeshausen, das Stadtmarketing und der Verkehrsverein Wildeshausen unternehmen zusammen mit dem NABU Dötlingen-Wildeshausen Anstrengungen, den in die Jahre gekommenen Lehrpfad im Lehmkuhlenwald zeitgemäß zu aktualisieren und auf interessante Weise zu erweitern, so dass er attraktiver wird. Künftig soll er "Walderlebnispfad" heißen. Für das Jahr 2019 hatte die Stadt hierfür bereits einen Betrag in Höhe von 5.000 Euro zur Verfügung gestellt, mit dem erste Maßnahmen finanziert wurden.

Am 11. Januar wurde nun aus diesem Fundus eine ca. 200 Meter lange "bunte" vogel- und insektenfreundliche Hecke an der Grenze zwischen Lehmkuhlenwald und Arboretum angepflanzt. Neben NABU-Aktiven waren auch Kinder und Eltern der NAJU-Gruppe mit dabei und sorgten bei bestem Wetter und guter Laune dafür, dass das „Unternehmen Wilde Hecke“ gelang.


Angebote für den Uhu

Zwei weitere Nistkästen in Dötlingen montiert

Dötlingen, 4.1.2020 - Der Vogel- und Fledermausschutz hat beim NABU einen hohen Stellenwert. Allein unsere Ortsgruppe betreut mehrere hundert Nistkästen für Garten- und Singvögel, Mauersegler und Fledermäuse, die wir im Verlauf von nur wenigen Jahren installiert haben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt in letzter Zeit den Eulenvögeln und hier vor allem dem Uhu, der auch in unserer Region wieder heimisch geworden ist. Uhus sind bei der Wahl ihrer Brutstätten nicht wählerisch. Sie beziehen, sofern vorhanden, verlassene Nester größerer Greifvögel und brüten ansonsten am Boden. Dort sind ihre Gelege allerdings der großen Gefahr ausgesetzt, von Prädatoren geplündert zu werden. Daher bauen wir ihnen Nisthilfen zum Brüten - oben offene Holzkisten im Format 60 x 60 cm mit 25 cm hohen Seitenwänden, die etwa zur Hälfte mit Schreddermaterial gefüllt sind - und befestigen sie in Astgabeln größerer Bäume am Waldrand.

 

Schon im vorigen Jahr wurde in Dötlingen eine solche Uhu-Nisthilfe in einem Baum angebracht. Nun kamen zwei weitere im Bereich der Trauerschnäppermeile hinzu, die von Rolf, Sigi, Carlo, Sabine und Willy montiert wurden.