
Unter dem Titel „Faszination und Gefährdung der Bienen“ lädt der NABU Dötlingen-Wildeshausen zu einem bildgestützen Vortrag mit dem Imker Götz Neuber ein.
Die Veranstaltung findet um 14.30 Uhr in der Imkerei „Immenhuus“, Immenpadd 1, 27801 Dötlingen, statt.
Im Mittelpunkt stehen die enorme ökologische Leistung der Honigbiene und die faszinierende Vielfalt der Wildbienen. An ausgewählten Arten zeigt Neuber, wie spezialisiert viele Wildbienen sind, wie bedroht ihre Lebensräume sind und was Gartenbesitzerinnen, Gartenbesitzer und Landwirte konkret für ihren Erhalt tun können. Zugleich geht es um die gravierenden Belastungen für alle Bestäuber: biozide Stoffe, eingeschleppte Schädlinge und der zunehmende Mangel an „Vitalstoffen“ durch den Rückgang blühender Pflanzen.
Götz Neuber ist seit rund 35 Jahren Imker, bewirtschaftet heute noch fünf Bienenvölker und lebt auf einem ehemaligen Schulgrundstück in Klattenhof, dessen großer Naturgarten als „Bienenwildnis“ vielfältige Nahrung und Nistplätze für Insekten bietet. Trotz aller Probleme betont er, dass Bienen in ihrer 120 Millionen Jahre währenden Koevolution mit Blühpflanzen schon viele Katastrophen überstanden haben – ein Grund zur Hoffnung, dass sie auch die aktuellen, vom Menschen verursachten Herausforderungen meistern können.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden sind willkommen.

Die „Stunde der Gartenvögel“ ist Deutschlands größte bundesweite Mitmachaktion zur Vogelzählung, organisiert vom NABU und dem LBV. Sie findet 2026 bereits zum 22. Mal statt – vom 8. bis 10. Mai. Ziel ist es, wichtige Daten über häufige Vogelarten im Siedlungsraum zu sammeln und so den Natur- und Umweltschutz zu unterstützen.
Mitmachen kann jede und jeder,
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Teilnehmende beobachten eine Stunde lang Vögel in ihrer unmittelbaren Umgebung – etwa im Garten, auf dem Balkon oder im Park – und melden ihre Ergebnisse bis spätestens 18. Mai online oder über die NABU-App. Entscheidend ist, nur die maximale Anzahl gleichzeitig beobachteter Individuen pro Art zu notieren, um Doppelzählungen zu vermeiden.
Gezählt werden ausschließlich Vögel im menschlichen Umfeld, nicht während Spaziergängen in der freien Natur. Auch gehörte, sicher bestimmte Arten können gemeldet werden. Hilfsmittel wie Zählhilfen oder die App „Vogelwelt“ erleichtern die Bestimmung.
Die Aktion verbindet Naturerlebnis mit wissenschaftlichem Nutzen – und bietet zusätzlich Gewinnchancen für Teilnehmende

Am Sonntag, 26. April 2026, ist die NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen bei „Wildeshausen engagiert – EhrenamtLive“ mit einem eigenen Stand in der Wildeshauser Innenstadt vertreten. Die neue Veranstaltung macht das Ehrenamt in unserer Stadt sichtbar und lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, Initiativen kennenzulernen und neues Engagement zu entdecken. Sie findet von 13 bis 18 Uhr statt und wird gemeinsam mit der Freiwilligenagentur „mischMIT!“ organisiert.
An unserem Stand informieren wir über unsere Arbeit im lokalen Naturschutz und über die vielfältigen Möglichkeiten, sich beim NABU einzubringen. Besucherinnen und Besucher erfahren mehr über unsere Aktivitäten vor Ort, unsere Projekte und die Themen, die uns in Wildeshausen, Dötlingen und Umgebung besonders am Herzen liegen.
Darüber hinaus wird es an unserem Stand auch etwas zum Mitmachen geben: Ein Glücksrad mit kleinen Preisen sorgt für Spaß, und für Kinder bieten wir wieder einen bunten Mal- und Mitmachtisch an. Wir freuen uns auf viele interessante Begegnungen, gute Gespräche und einen lebendigen Tag des Ehrenamts.

Das Frühjahr schreitet mit großen Schritten voran. Das bedeutet auch, dass je nach Witterung die Schwalben in ihre Brutgebiete zurückkehren. Da Schwalben sehr standorttreu sind, kommen sie in der Regel genau zu dem Haus und Nest zurück, an dem sie aufgewachsen sind. Deshalb ist es wichtig, bereits ab Ende März/Anfang April die Zugänge zu öffnen, damit die Vögel mit der Renovierung ihres Nestes beginnen können oder neue Nisthilfen und ggf. Kotbretter anzubringen.
In ganz Deutschland würdigt der NABU Naturschutzmacher*innen, die Schwalbennester an oder in ihren Gebäuden erhalten, mit einer Plakette und einer Urkunde. Machen Sie mit bei der Aktion "Schwalben-freundliches Haus!" Machen Sie andere Menschen darauf aufmerksam, wie wichtig der Schutz der Schwalben ist – lassen auch Sie Ihr Haus durch den NABU auszeichnen!
Um sich für die Auszeichnung Ihres schwalbenfreundlichen Hauses zu bewerben, können Sie eine E-Mail an: [email protected] senden oder sich telefonisch unter: 04433-9699856 melden.

Im Frühjahr erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben – auch unsere Naturschutzgruppe ist dann besonders aktiv. Mit einer Reihe sorgfältig geplanter Exkursionen möchten wir Ihnen die vielfältigen Lebensräume unserer Region näherbringen und gemeinsam mit Ihnen entdecken, was sich vor unserer Haustür alles beobachten und erleben lässt. Im Mittelpunkt stehen dabei unsere heimischen Vogelarten, ihre Gesänge, Brutplätze und Lebensräume, aber auch die besondere Pflanzenwelt von Mager- und Streuobstwiesen sowie die Frühblüher im Wald.
Ob Sie bereits Vorkenntnisse haben oder einfach neugierig sind: Unsere Angebote richten sich an interessierte Einsteigerinnen und Einsteiger ebenso wie an naturkundlich Erfahrene. Die fachkundige Begleitung durch unsere ehrenamtlichen Expertinnen und Experten sorgt dafür, dass Beobachtungen verständlich eingeordnet werden und auch Fragen ausreichend Raum bekommen. Wir laden Sie herzlich ein, sich für eine oder mehrere Exkursionen anzumelden, die Natur in entspannter Atmosphäre kennenzulernen und gemeinsam mit uns ein Stück mehr Verständnis für die Tier- und Pflanzenwelt unserer Heimat zu entwickeln.
Nähere Beschreibungen, Termine und Treffpunkte: siehe: Exkursionen und Führungen 2026

Die jüngste NABU-Vogelzählung zeigt einen anhaltenden Rückgang vieler heimischer Vogelarten. Im Durchschnitt wurden nur noch rund 32 Vögel pro Garten erfasst. Selbst verbreitete Arten wie Amsel, Meise oder Fink nehmen ab; besonders auffällig ist der starke Rückgang von Haus- und Feldsperling. Fachleute sehen die Ursachen in einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren: dem drastischen Insektenschwund als Nahrungsgrundlage, dem Verlust strukturreicher Lebensräume, der Versiegelung von Flächen sowie der intensiven Landwirtschaft mit hohem Pestizideinsatz. Auch der Klimawandel verschärft die Situation durch Dürre, Starkregen und verschobene Nahrungsangebote.
Ein zentrales Problem ist die „aufgeräumte“ Landschaft – sowohl in der Agrarflur als auch in privaten Gärten. Fehlende Hecken, Brachen, Totholz, Wildblumen und Insekten führen zu einem Mangel an Brutplätzen und Nahrung. Naturnahe Gärten mit heimischen Pflanzen, wilden Ecken, Nistmöglichkeiten und dem Verzicht auf chemische Mittel können hingegen wertvolle Rückzugsräume schaffen.
Die Entwicklung weckt Erinnerungen an Rachel Carsons Warnung vor einem „Stummen Frühling“ – einer Zukunft ohne Vogelgesang, wenn kein konsequentes Umdenken erfolgt

Sobald die Temperaturen steigen und die Nächte feucht werden, beginnt in Deutschland ein faszinierendes Naturschauspiel: Tausende Amphibien wie Frösche, Molche und Erdkröten verlassen ihre Winterquartiere. Besonders die Erdkrötenmännchen sind ab Ende Februar kaum zu bremsen, wenn das Thermometer nachts stabil über fünf Grad anzeigt.
Doch die Reise zu den Laichgewässern ist gefährlich. Die größte Bedrohung ist der Straßenverkehr. Anstatt vor Autos zu flüchten, verharren viele Tiere instinktiv in einer Drohstellung, was sie auf dem Asphalt schutzlos macht. Schon die Druckwelle schnell fahrender Autos kann für sie tödlich sein.
So können Sie helfen:
- Vorsicht im Straßenverkehr: Achten Sie in den kommenden Wochen besonders auf wandernde Kröten.
- Aktiver Schutz: Unterstützen Sie uns beim Einsammeln der Tiere oder durch das Anlegen sicherer Leitsysteme.
- Gartenparadies: Ein naturbelassener Teich oder Laubhaufen im eigenen Garten verkürzt Wanderwege und bietet den nützlichen Schneckenjägern ein sicheres Zuhause.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere heimischen Amphibien sicher an ihr Ziel kommen!

In der Gemeinde Dötlingen ist der Biber inzwischen wieder fest heimisch. Seine Spuren – aufgestaute Bachläufe, Dämme, Burgen und angenagte oder gefällte Bäume – sind vielerorts sichtbar. Auch wenn man den nachtaktiven „Wasserbaumeister“ selbst kaum zu Gesicht bekommt, sind seine landschaftsgestaltenden Wirkungen unübersehbar. Besonders eindrucksvoll ist eine rund drei Hektar große Wasserfläche im Poggenpohlsmoor, die durch den Aufstau eines Moorwasserzuges entstanden ist. Solche Eingriffe fördern die Artenvielfalt, verändern aber zugleich bestehende Strukturen.
Neben diesen positiven Effekten kommt es vereinzelt auch zu Konflikten: Der Biber nagt nicht nur an Weichhölzern, sondern gelegentlich auch an alten, ökologisch oder kulturell wertvollen Bäumen. In Ostrittrum waren davon insbesondere die Apfelbäume am sogenannten „Apfelweg“ betroffen. Um diese zu erhalten, hat die NABU-Gruppe Dötlingen-Wildeshausen kürzlich gemeinsam mit der Gemeinde eine Schutzaktion durchgeführt: Rund 30 Apfelbäume wurden mit stabilen Drahthosen aus Estrichmatten versehen, um sie künftig vor Fraßschäden zu bewahren. Die Maßnahme zeigt beispielhaft, wie sich Artenschutz und der Erhalt wertvoller Kulturlandschaft pragmatisch miteinander verbinden lassen.

Unter dem Titel „Neues aus Masuren – Neues aus dem Naturparadies“ berichtet Rüdiger Wohlers, Leiter des NABU-Reiseteams Niedersachsen, von seinen aktuellen Eindrücken aus der nordostpolnischen Region Masuren – einer Landschaft, die als Paradies für Naturfreunde gilt.
Wohlers, der seit vielen Jahren naturkundliche Gruppenreisen in dieses Gebiet begleitet, schildert in eindrucksvollen Bildern die außergewöhnliche Artenvielfalt Masurens. Hier konnten sich Lebensräume erhalten, die im dicht besiedelten Mitteleuropa selten geworden sind: uralte Alleen, blühende Wiesen, klare Seen und stille Dörfer.
Neben faszinierenden Naturbeobachtungen kommen auch Geschichte, Kultur und Naturschutz zur Sprache.
Der neue Vortrag knüpft an Wohlers’ viel beachtetes Programm „Auf ins Traumland Masuren – Naturparadies im Nordosten Polens“ an, das bundesweit auf großes Interesse stieß.
Der Eintritt ist frei; um eine Spende für die Naturschutzarbeit wird gebeten.
Ort und Zeit: Aula der Schule Gut Spascher Sand, Spasche 1, 27793 Wildeshausen, 19:00 Uhr

Am 9. Januar 2026 startet Deutschlands größte Mitmachaktion zur Vogelbeobachtung: die „Stunde der Wintervögel“. Und pünktlich zum Aktionsbeginn sorgt das Wetter für zusätzliche Dynamik. Durch den Wintereinbruch stehen die Chancen gut, seltene nordische Gäste wie Seidenschwanz, Rotdrossel oder Bergfink an heimischen Futterstellen zu entdecken. Und das Beste daran: Die faszinierende Vogelschau lässt sich gemütlich vom Fenster aus beobachten.
In einer ersten Auswertung am Freitagvormittag zeigt sich: Viele Menschen nehmen trotz der Wetterlage bereits teil und liefern spannende Zahlen. So wurden in Niedersachsen bislang rund 54 Prozent mehr Kohlmeisen und sogar 55 Prozent mehr Blaumeisen gemeldet. Auch andere Arten legen kräftig zu: Die Amsel glänzt mit einem Plus von 64 Prozent, der Buchfink mit 89 Prozent, Grünfink und Dompfaff mit jeweils 53 Prozent.
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Die Stunde der Wintervögel läuft noch bis einschließlich Sonntag, 11. Januar. Mitmachen ist ganz einfach: Eine Stunde lang Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park beobachten, zählen und online unter www.stundederwintervoegel.de melden.

Viele Menschen möchten Vögeln im Winter helfen. BUND und NABU sind sich dabei in zentralen Punkten einig: Entscheidend für den Schutz der Vogelwelt ist nicht das Futterhäuschen, sondern die Qualität unserer Lebensräume. Der Rückgang vieler Vogelarten hat seine Ursachen vor allem im Verlust naturnaher Strukturen, im Insektenmangel und in einer intensiv genutzten Landschaft. Diese Probleme lassen sich nicht durch Winterfütterung lösen.
Wenn Vögel gefüttert werden, dann nur verantwortungsvoll. Beide Verbände warnen ausdrücklich vor Speiseresten, insbesondere vor gesalzenen oder gewürzten Lebensmitteln. Ebenso wichtig sind saubere, gut gestaltete Futterstellen, da verschmutzte oder überfüllte Plätze Krankheiten begünstigen können. Maßvolle Fütterung, geeignetes Futter und Hygiene sind unverzichtbar, um Schaden zu vermeiden.
Noch wichtiger aber ist der Blick über den Winter hinaus. Wirklich wirksamer Vogelschutz beginnt im eigenen Garten und in unserer Umgebung: heimische Pflanzen, stehen gelassene Stauden und Laub, Verzicht auf Gifte, Platz für Insekten und vielfältige Strukturen schaffen Nahrung und Schutz – das ganze Jahr über. Auch eine naturnahe Landwirtschaft und bewusste Konsumentscheidungen tragen dazu bei, Lebensräume zu erhalten.
Nähere Informationen:
Tipps zur Vogelfütterung (NABU)
Vögel füttern im Winter? (BUND)