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Stunde der Wintervögel 2022: Zwischenbilanz

Grafik: NABU
Grafik: NABU

Januar 2022 - Bei der „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 9. Januar haben inzwischen mehr als 146.000 Menschen bundesweit ihre Vogelsichtungen dem NABU und seinem bayerischen Partner, dem LBV, gemeldet. An über 103.000 Beobachtungspunkten in ganz Deutschland wurden über 3,7 Millionen Vögel gesichtet. Bis zum 17. Januar können aber weiterhin Beobachtungen nachgemeldet werden.

Im Oldenburger Land wie auch in Niedersachsen steht der Haussperling auf dem obersten Platz des Zwischenbilanz-Siegertreppchens. Auffällig ist hierbei, dass „der Spatz“ in ländlichen Regionen deutlich häufiger gemeldet wird als in städtischen, wo ihm Amsel und Kohlmeise oft den Rang ablaufen. Das liegt daran, dass Sperlinge Hecken und dichte Sträucher sowie samentragende Stauden und Gräser brauchen, die sie im baulich verdichteten städtischen Raum meist nicht mehr vorfinden.

Die nächsten Plätze im Oldenburger Land werden von Kohlmeise, Amsel und Blaumeise eingenommen. Der Amselbestand scheint sich nach den schweren Einbrüchen der letzten Jahre, bei denen zahlreiche Amseln dem Usutu-Virus zum Opfer fielen, erholt zu haben. Insgesamt haben die Niedersachsen bereits mehr als 100 Vogelarten bei der diesjährigen Aktion gemeldet, darunter auch Arten wie die Mönchsgrasmücke, die offenbar infolge des Klimawandels immer öfter ihr Zugverhalten aufgibt und in unseren Breiten bleibt.