Die Blutbuche vor dem Johanneum wird wieder "umarmt"

Unterschriftenaktion zum Schutz des Baumes ist angelaufen

Ein neuer "umarmender Schal" für die Blutbuche
Ein neuer "umarmender Schal" für die Blutbuche

Wildeshausen, 24.10.2019 - Die Unterstützungs-Aktion für die Blutbuche vor dem Krankenhaus Johanneum geht in die nächste Runde: Der bunte Schal, der ihr am 6.9. umgelegt worden war, verschwand zwei Wochen später - wer das war, ist unbekannt... Nun haben mehrere Strickgruppen einen neuen Schal erstellt. Er wurde dem Baum erneut umgelegt als Symbol dafür, dass er schützend umarmt und bewahrt werden soll. Die Aktion ist ein Protest dagegen, dass das Krankenhaus Johanneum im Zuge einer Erweiterung des Gebäudes die sehenswerte Blutbuche "opfern" könnte. Gegen dieses Vorhaben richtet sich auch eine Unterschriftenaktion: Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für den Erhalt der Blutbuche einsetzen, können sich an verschiedenen Orten in Wildeshausen in entsprechende Unterschriftenlisten eintragen. - Wie berichtet, setzt sich unsere NABU-Ortsgruppe dafür ein, dass die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg diesem Baum den Status eines Naturdenkmals verleiht. – Näheres dazu auf dieser Seite.


Bürger in Sorge um Erhalt der Blutbuche vor dem Johanneum

"Bunter Protest" legt "schützende Arme" um den Baum

"Bunter Protest" vor der Blutbuche - Foto: Marianne Bernhard-Beeskow
"Bunter Protest" vor der Blutbuche - Foto: Marianne Bernhard-Beeskow

Wildeshausen, 6.9.2019 - Das Krankenhaus Johanneum plant bekanntermaßen an drei Stellen eine Erweiterung. Dass der Anbau an der Visbeker Straße den Bestand der alten Blutbuche gefährdet, bewegt mittlerweile nicht nur viele Wildeshauser. Am Freitag, dem 6. September, versammelten sich gut 40 Bürger aus dem ganzen Landkreis unter der riesigen Buche. Der Baum wurde mit „schützenden Armen“ versehen.

Für den Erhalt sprechen gewichtige Gründe: Der „ortsbildprägende Charakter“ des Baumes für das äußere Erscheinungsbild des Krankenhauses Johanneum und des ganzen Stadtteils. Zu erwähnen sind die positiven klimarelevanten Effekte. Der Baum filtert diverse Schadstoffe aus der verkehrsreichen Luft und senkt die Temperatur an heißen Tagen merklich. Ein Laubbaum mit diesem Kronenvolumen produziert jeden Tag Sauerstoff für ca. 20 Menschen. Er ist Heimat für viele Vögel und Kleinlebewesen und trägt somit zur Artenvielfalt bei. Gerade im urbanen Bereich ist dieser Effekt von unschätzbarem Wert.

Dieser imposante, ca. 140 Jahre alte Baum weist eine gute Vitalität auf und kann durchaus ein Alter von 300 Jahren erreichen.


Crowdfunding-Projekt "Insektennisthilfen" ist abgeschlossen

Letzte Handgriffe auf dem Gelände des Kindergartens "Schatzinsel"

Letzte Bauarbeiten an der Insektennisthilfe bei der "Schatzinsel"
Letzte Bauarbeiten an der Insektennisthilfe bei der "Schatzinsel"

Wildeshausen, 2.9.2019 – Mit den letzten Arbeiten an der Insektennisthilfe auf dem Gelände des Kindergartens „Schatzinsel“ konnte ein Crowdfunding-Projekt beendet werden, bei dem uns die Volksbank Wildeshauser Geest eG freundlich unterstützt hat. Aus dem teils gespendeten, teils gesponserten Fundus wurde das Material für insgesamt drei Wildbienen-Nisthilfen angeschafft, montiert und gefüllt, und zwar bei den Kindergärten „Sternschnuppe“ und „Schatzinsel“ sowie im Bibelgarten bei der Alexanderkirche.

Die „Schatzinsel“-Nisthilfe erhielt eine massive Rückwand und ein weiteres Lehmfach und wurde durch ein Gitter an der Vorderseite vor dem Zugriff hungriger Spechte und Meisen geschützt. – Danke an alle am Gelingen dieses Projekts Beteiligten! – Zu Planung und Chronologie findet sich hier Näheres.


Projekt "Schwalben willkommen!"

Ausgezeichnete Familien erhalten Urkunde und Plakette

Rauchschwalben versammeln sich vor ihrem Abflug in den Süden auf Stromleitungen. - Foto: Klemens Karkow
Rauchschwalben versammeln sich vor ihrem Abflug in den Süden auf Stromleitungen. - Foto: Klemens Karkow

Die Schwalbe gilt sprichwörtlich als ein Vogel, der dem Haus Glück bringt und dessen Verfolgung oder Tötung schlimmes Unheil heraufbeschwört. Leider haben es diese Vögel bei uns in den letzten Jahrzehnten immer schwerer, im oder am Haus Nistplätze zu finden. Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) unterstützt daher und zeichnet Familien aus, die diesen Vögeln auf ihrem Grundstück ein Zuhause bieten. Im Rahmen des Projekts „Schwalben willkommen!“ wurden auch in diesem Sommer wieder Urkunden und Plaketten an Einwohner der Gemeinden Dötlingen und Wildeshausen verliehen, bei denen Schwalben nisten dürfen. – Nähere Informationen auf dieser Seite.


Erhaltet die Blutbuche vor dem Krankenhaus Johanneum

NABU Dötlingen-Wildeshausen schlägt Aufnahme in die Listeder Naturdenkmale vor

Blutbuche vor Krankenhaus Johanneum. - Foto: W. Pohl
Blutbuche vor Krankenhaus Johanneum. - Foto: W. Pohl

Wildeshausen, 29. Juli 2019 - In einem Schreiben an die Untere Naturschutzbehörde schlägt der NABU Dötlingen-Wildeshausen dem Landkreis Oldenburg vor, die Blutbuche vor dem Krankenhaus Johanneum in die Liste der Naturdenkmale der Stadt Wildeshausen aufzunehmen. Zwei Gründe werden geltend gemacht:

 

  1. Der jetzt schon ca. 100 Jahre alte Baum hat sich mittlerweile zu einem wunderschönen, imposanten Baum mit ausladender Krone entwickelt, der das Bild in diesem Stadtteil mit prägt.
  2. Die Blutbuche stellt zudem als Bestandteil des äußeren Erscheinungsbildes des Krankenhauses Johanneum ähnlich wie die Platane vor der Wildeshauser Alexanderkirche ein lokales Kulturerbe dar, das für die Nachwelt so lange wie möglich erhalten werden sollte.

Aktion "Insektensommer"

Beobachten und zählen Sie eine Stunde lang Sechsbeiner

Schwalbenschwanz - Foto: Willi Mayer
Schwalbenschwanz - Foto: Willi Mayer

In diesem Jahr findet vom 31. Mai bis 9. Juni zum zweiten Mal die vom NABU ins Leben gerufene "Aktion Insektensommer" statt. Ähnlich wie bei der "Stunde der Wintervögel" oder der "Stunde der Gartenvögel" geht es dabei darum, Lebewesen auf einer bestimmten Fläche (von ganz klein bis zu höchstens 100 Quadratmetern) eine Stunde lang zu bestimmen und zu zählen - in diesem Fall sind es Insekten.

Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten soll dabei aber besonders geachtet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

Mehr Infos:

www.insektensommer.de

www.NABU.de/insektenwelt


Eine Nisthilfe für Wildbienen

Bildungsprojekt mit Bewohnern der Diakonie Himmelsthür

Wildeshausen, 21. Mai 2019 - Im Rahmen eines Bildungsprojekts errichten und füllen Bewohner der Diakonie Himmelsthür zusammen mit Beschäftigten der Tagesförderstätten ein „Insektenhotel“ – genauer gesagt: eine Nisthilfe für Wildbienen. Unterstützt und beraten werden sie dabei von zwei Mitgliedern der NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen.

 

Lockere Arbeitsatmosphäre, zufriedene Gesichter am Ende des Arbeitseinsatzes! Dieser Kontakt soll fortgesetzt werden: Etwas später im Jahr werden wir zusammen Vogelhäuschen bauen.


"Stunde der Gartenvögel" am 10.-12. Mai 2019

Deutschlands große Vogelzählaktion findet zum 15. Mal statt

Foto: NABU / Sebastian Hennigs
Foto: NABU / Sebastian Hennigs

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“, die vom 10. bis 12. Mai bereits zum 15. Mal stattfindet. Jedes Jahr am zweiten Maiwochen-ende sind alle Naturfreunde aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden.Rechtzeitig dazu hat der Bundesverband ein tolles Heft erstellt, in dem Ergebnisse und Trends aus 15 Jahren Vogelzählung besprochen werden! Auch die Datenverarbeitung, Methoden und alles, was man sich immer mal zwischendurch so gefragt hat, wird ausführlich besprochen. Infos und Download des Heftes hier.


Turmfalkengelege in Dötlingen und Wildeshausen größer als sonst

Mit Johannes Bartner auf Inspektionstour

Dötlingen / Wildeshausen, 3. Mai 2019 - In den Turmfalken-Kästen der St.-Firminus-Kirche in Dötlingen, der Alexanderkirche und der St.-Peter-Kirche in Wildeshausen (Fotos v.l.n.r.) liegen aktuell jeweils sechs rotbraun-gesprenkelte Eier im Nest, wobei meistens ein Elternteil auf den Eiern sitzt, um diese warmzuhalten. "Die Brutzeit wird vermutlich bei etwa vier Wochen liegen," weiß Johannes Bartner zu berichten, der gemeinsam mit Sabine Damke rein ehrenamtlich etwa 150 Turmfalkenkästen in der Region betreut. "Danach werden weitere vier Wochen mit der Aufzucht der Jungen vergehen."

Turmfalken sind äußerst geschickte und schnelle Flieger; typisch ist ihr Rüttelflug, womit sie bei der Jagd Ausschau nach Beute halten. Sie stürzen sich dann aus der Luft gezielt herab. Turmfalken sind ausschließliche Bodengreifer. Vor allem Kleinsäuger wie Mäuse stellen die Hauptnahrungsquelle dar. Aber auch kleine Vögel, Reptilien, Amphibien und größere Insekten gehören zum Beutespektrum.

Im NABU-Turmfalkenkasten der Thomaskirche in Oldenburg-Ofenerdiek wurde eine Webcam installiert, die rund um die Uhr Live-Bilder aus dem Turmfalkennest sendet. Hier geht's zur Webcam.


Ruhige Plätze für das Brutgeschäft

Nistkästen für Mauersegler im Turm der Wildeshauser Alexanderkirche montiert

18.04.2019 - Mauersegler fühlen sich in Wildeshausen wohl. Für diese Flugkünstler unter den Zugvögeln, die den größten Teil ihres Lebens in der Luft verbringen und Anfang Mai bei uns eintreffen, wurden im Turm der Wildeshauser Alexanderkirche sieben Nistkästen installiert. Mit freundlicher Genehmigung des Oldenburger Oberkirchenrats und begleitet von Küster Wolfgang Jöllenbeck, machten sich Aktive der NABU-Ortsgruppe ans Werk. Sie wurden tatkräftig unterstützt von Dietz Orth, Vogelkundler aus Dötlingen, sowie von Schülerinnen und Schülern des Religionsprojekts „Lernen durch Engagement“ am Gymnasium Wildeshausen, die die Nistkästen aus vorgesägten Einzelteilen zusammengebaut hatten. – Nähere Infos zu Mauerseglern hier.


NABU-Projekt "Insekten retten!"

Infostand zu Gast auf dem Wildeshauser Wochenmarkt

NABU-Stand "Insekten retten!" auf dem Wildeshauser Wochenmarkt
NABU-Stand "Insekten retten!" auf dem Wildeshauser Wochenmarkt

18.04.2019 - Wie aktuelle Studien gezeigt haben, müssen wir einen Verlust von bis zu 75% des Insekten-Biomasse befürchten. Das ist dramatisch und insekten-fressende Tierarten wie Vögel oder Fledermäuse haben enorme Probleme, ausreichend Nahrung zu finden! - Im Rahmen dieses Projekts war der NABU mit einem Infostand auf dem Wildeshauser Wochenmarkt vertreten. Interessierte Marktbesucher konnten zum Thema Insekten-schwund und insektenfreundliche Gartengestaltung vielfältiges Infomaterial erhalten oder am Stand einfache Insektennisthilfen selbst bauen.

In den nächsten 2 Jahren sind in jeder Gemeinde des Landkreises Vorträge, Exkursionen und kosten-lose Gartenberatungen geplant. Acht Gewerbebetriebe erhalten außerdem Tipps für das Anlegen einer insektenfreund-lichen Außenfläche. - Nähere Infos hier.


NABU-Monatstreffen am 09. April 2019

mit zwei Kurzvorträgen zum Thema „Artenreiches Grasland“

Kuckuckslichtnelke - Foto: Klemens Karkow
Kuckuckslichtnelke - Foto: Klemens Karkow

Elisabeth Woesner und Bernd Ziesmer (NABU Oldenburg) stellen in Kurzreferaten die NABU-Projekte "Biotopverbund Grasland" und „Aktion Bunte Wiese“ vor.

Der Rückgang an Insekten und zahlreichen Vogelarten der Agrarlandschaft hängt zu einem Großteil mit dem Verlust an blütenreichen Wiesen und Weiden gerade bei uns in Nordwestniedersachsen zusammen. Die noch vorhandenen artenreichen Grünlandflächen liegen oftmals wie Inseln verteilt in der Landschaft, Pflanzen und Tiere haben nicht mehr die Möglichkeit sich zu verbreiten, den Genpool aufzufrischen oder neue Populationen aufzubauen. Um dem entgegenzuwirken, gibt es aktuell die beiden oben genannten NABU-Projekte. Nähere Infos dazu hier.

Die Vorträge sind kostenfrei. - Anschließend besteht Gelegenheit zur Teilnahme am Monatstreffen der NABU-Ortsgruppe. Gäste sind herzlich willkommen!

Dienstag, 09. April 2019, Gut Altona, Wildeshauser Str. 34, 27801 Dötlingen. Beginn: 19:00 Uhr.


LdE-Projekt unterstützt heimische Vogelwelt

Neue Nisthilfen auf der Streuobstwiese erhöhen die Artenvielfalt

22. März 2019 - Die Streuobstwiese bietet das gesamte Jahr über eine Vielzahl an Erlebnissen, ob bei der Pflanzung von Obstbäumen, Baumschnitt oder beim Apfelpressen, für Jung und Alt gibt es immer etwas zu tun. Nicht zuletzt aufgrund der über 5.000 Tier- und Pflanzenarten gilt es, diese naturnahe Kulturlandschaft als bedeutsamen Brut- und Lebensraum zu erhalten. Der NABU Dötlingen-Wildeshausen hat daher mit der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern des Religionsprojekts „Lernen durch Engagement“ im Rahmen eines von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Mitmach-Projektes des NABU Niedersachsen 14 Vogel-Nisthilfen aus Holzbeton auf der Streuobstwiese in der Welgenmarsch aufgehängt.

Diese Mühe wurde fast sofort belohnt: Keine Viertelstunde nach dem Aufhängen des letzten Nistkastens hatte ihn ein Blaumeisen-Pärchen bezogen!


Erste Ergebnisse der AG "Grünes Schulgelände" am Gymnasium Wildeshausen

Plakate gegen achtlos weggeworfenen Müll, Nistkasten- und Pflanzaktion

Wildeshausen, Februar / März 2019 - Seit Beginn des 2. Schulhalbjahrs bieten zwei Aktive der NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen zusammen mit einer Biologie-Fachlehrerin einmal in der Woche nachmittags die Arbeitsgemeinschaft „Grünes Schulgelände“ am Gymnasium Wildeshausen an. Hieran nehmen sechs Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 teil.

Nach einer Plakataktion gegen achtloses Wegwerfen von Müll auf dem Schulhof wurden dort als nächstes 20 Nistkästen aufgehängt - Spende eines befreundeten Tischlers aus Ahlhorn. Es hatte sich nämlich herausgestellt, dass Nistangebote für Vögel Mangelware auf dem Schulgelände waren. Rechtzeitig zur Brutsaison 2019 können nun also Meisen, Kleiber, Spatzen und Stare in ein maßgeschneidertes neues Zuhause einziehen. Die Lage der Nistkästen wurde für spätere Kontrollen per GPS auf einer Karte festgehalten.

 

Das Foto links zeigt die Gruppe zufrieden nach getaner Arbeit unter dem letzten Nistkasten, der Nummer 20.

 

Am 20. März begann ein neuer Arbeitsabschnitt: Es sollen insektenfreundliche Sträucher und Blütenstauden in der Nähe des Bauwagens angepflanzt werden, in dem die Bienenvölker der Bienen-AG untergebracht sind. Großzügig unterstützt wird diese Aktion durch den Pflanzenhof Schachtschneider in Dötlingen-Aschenstedt.

 

Auf dem Foto rechts: die Akteure beim frisch gepflanzten Bienenbaum (Euodia hupehensis).


NABU-Monatstreffen am 12. März 2019

Thema: "Baum- und Heckenschutz in Wildeshausen"

Bäume und Hecken sind für ein gesundes Klima unverzichtbar: Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, spenden Schatten, wandeln das Treibhausgas CO2 in Sauerstoff um, schlucken Lärm, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und kühlen die Umgebung, speichern Wasser, stellen Wohnraum für Insekten und Vögel - und sehen auch einfach „nur“ schön aus.

Was tut die Stadt Wildeshausen bereits zum Schutz von Bäumen und Hecken? Was erscheint zusätzlich wünschenswert? Das März-Monatstreffen soll der Information und dem Meinungsaustausch über diese Fragen dienen. Eingeladen sind dazu auch zwei Vertreter der Gemeinde Stuhr, in der seit 30 Jahren eine Baumschutzsatzung in Kraft ist.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen für Dienstag, 12. März 2019, Gut Altona, Wildeshauser Str. 34, 27801 Dötlingen. Beginn: 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.


LdE-Schülerinnen und -schüler bauen Vogel-Nistkästen

Ein praktischer Beitrag zum Naturschutz vor der eigenen Haustür

Konzentrierter Einsatz bei der Nistkasten-Montage
Konzentrierter Einsatz bei der Nistkasten-Montage

Wildeshausen, 22.02.2019 -Im Rahmen des Religionsprojekts „Lernen durch Engagement“ am Gymnasium Wildeshausen bauten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 zusammen mit Vertretern des NABU neun Nistkästen für heimische Vogelarten zusammen. Unter der sachkundigen Anleitung von Christoph Fischer und Dr. Volker Kuhlmann entstanden innerhalb von nur 90 Minuten attraktive „Sozialwohnungen“ für Spatzen, Halbhöhlenbrüter, Meisenarten und Stare. Die Holzteile hatte Christoph auf der Grundlage von NABU-Bauplänen vorher zurechtgeschnitten (dafür ein großes Dankeschön!). Die so entstandenen Nisthilfen werden demnächst aufgehängt – einige auf dem Schulgelände des Gymnasiums, andere beim Kindergarten „Sternschnuppe“.


Baumarbeiten auf einer NABU-Fläche im Poggenpohlsmoor

Erste Schritte Richtung Renaturierung getan

Nach Abschluss der Maßnahme: Martin Bruns (l.) und Willy Zerhusen
Nach Abschluss der Maßnahme: Martin Bruns (l.) und Willy Zerhusen

Dötlingen, 18.02.2019 - Auf einer der Flächen im Poggenpohlsmoor, die kürzlich von der NABU-Stiftung Oldenburgisches Naturerbe erworben wurden, hat ein Pflegeeinsatz stattgefunden, um sie im Sinne der Naturschutzgebiet-Verordnung zu bewahren und zu entwickeln: Ein Teil der Erlen und Birken wurde „geringelt“. Diese Maßnahme dient dem Ziel der Renaturierung der Moorfläche und erfolgte in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Waldbehörde.


Arbeiten am Artenschutzturm in Neerstedt

Erste Ausbaustufe mit Nisthilfen ist fertig gestellt

Montagearbeiten in luftiger Höhe
Montagearbeiten in luftiger Höhe

Neerstedt, 16.02.2019 – Die erste Ausbaustufe des alten Schlauchturms in Neerstedt zum Artenschutzturm ist abgeschlossen. Nach einem ersten Arbeitseinsatz am 2. Januar wurden nun noch außen am Gebäude fünf Mauerseglerkästen sowie eine Reihe von Mehlschwalbennestern angebracht. Im Gebäude selbst befinden sich jetzt neben mehreren Rauchschwalben-Nisthilfen ein Schleiereulen- und ein Turmfalkenkasten. Für die Außenarbeiten stellte uns die Firma Hüffermann einen Kranwagen mit Hebebühne zur Verfügung.


Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese in der Welgenmarsch

Anlage kleiner Astwälle mit Hilfe von ehrenamtlichen Schülerinnen und Schülern

Kleiner Astwall am Rande der Streuobstwiese Welgenmarsch
Kleiner Astwall am Rande der Streuobstwiese Welgenmarsch

Wildeshausen, 15.02.2019 – Auf der Streuobstwiese in der Wildeshauser Welgenmarsch schichteten NABU-Aktive sowie mehrere Schülerinnen und Schüler des Religionsprojekts „Lernen durch Engagement“ am Gymnasium Wildeshausen Äste kürzlich gefällter Bäume zu kleinen Wällen am Rande des Geländes auf. Dieses Totholz dient künftig Kleinlebewesen aller Art als Nahrung oder Rückzugsraum.

Auf dem hinteren Teil des Geländes wurde außerdem eine kleine Fläche mit schwarzer Folie abgedeckt, um die Ausbreitung von japanischem Staudenknöterich einzudämmen.


Naturdenkmal Oltmannberg in Dötlingen-Ostrittrum

Rückschnitt von Gehölzen auf der ehemaligen Sanddüne

Der Gehölzaufwuchs auf dem Naturdenkmal Oltmannberg (O-Berg) in Dötlingen-Ostrittrum wurde an zwei Vormittagen Anfang Februar 2019 so weit wie nötig entfernt („entkusselt“). Aktive der NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen wurden bei dieser notwendigen Aktion von interessierten Naturfreundinnen und Naturfreunden unterstützt. Beim O-Berg handelt es sich um die Reste einer Binnendüne auf der Ostseite der Hunte, gekennzeichnet durch Sandtrockenrasen und Sandheide. Um diesen charakteristischen Bewuchs zu erhalten, wird das Gelände zeitweise beweidet, und in regelmäßigen Abständen müssen junge Gehölze entfernt werden. Geschieht dies nicht, entwickelt sich das Gelände zu einem trockenen Eichen-Birken-Wald. Die Aktion war mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.


Der Uhu wird in unserer Region wieder heimisch

NABU-Aktive montieren Uhu-Nistkasten in Dötlingen

Dr. Volker Kuhlmann und Willy Zerhusen bei der Montage
Dr. Volker Kuhlmann und Willy Zerhusen bei der Montage

Seitdem man in den 1970-er Jahren begonnen hat, im Rahmen der „Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus“ diese Vogelart in geeigneten Lebensräumen wieder auszuwildern, erobert sich der Uhu die alten Jagdreviere zurück, in denen er Mitte des 20. Jahrhunderts als fast ausgerottet galt. Auch im Oldenburger Land fühlt sich der Uhu inzwischen wieder wohl und lässt seinen Ruf „Bubo bubo“ erschallen, der ihm zu seinem lateinischen Namen verhalf.
Einem engagierten Naturfreund ist es zu verdanken, dass Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen Anfang Februar 2019 eine von ihm gebaute Uhu-Nisthilfe auf Dötlinger Gebiet in der Astgabel eines Baumes in Huntenähe montieren konnten. Hier steht dem Uhu ein Lebensraum zur Verfügung, den dieser größte heimische Eulenvogel schätzt: ein buntes Mosaik kleiner Flächen mit unterschiedlichen Feldfrüchten und Grünland in Gewässernähe, durchzogen mit Heckenzügen und Feldgehölzen.


NABU-Streuobstwiese in der Welgenmarsch

Erste Arbeiten im Januar 2019

Die NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen freut sich, dass sie mit der Stadt Wildeshausen einen längerfristigen Vertrag über die Nutzung und Pflege einer Streuobstwiese im Landschaftsschutzgebiet Welgenmarsch abschließen konnte. Auf dem vorderen Geländeabschnitt wurden Ende Januar 2019 von Mitarbeitern des Bauhofs und nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde etwa ein Dutzend Laub- und Nadelbäume gefällt, die dort im Laufe der letzten Jahre gewachsen sind. Diese Maßnahme war notwendig, um Platz und Licht für die Pflanzung von sechs weiteren regionstypischen Obstbäumen zu schaffen und für Luftzirkulation zu sorgen, so dass Blätter und Holz der Obstbäume nach Regenperioden schneller trocknen und Pilzsporen sich nicht entwickeln können. Während die meisten Stämme der gefällten Bäume vom Bauhof abtransportiert wurden, verbleiben die Äste als Totholz im Randbereich der Wiese, wo sie dann einer Vielzahl von Tieren als Nahrungsquelle, Brutstätte, Ruheplatz oder Rückzugsort dienen.


Alter Schlauchturm in Neerstedt

Umrüstung zum Artenschutzturm hat begonnen

Links: Willy Zerhusen, Dr. Volker Kuhlmann und Rolf Scheller mit unterschiedlichen Nisthilfen

Rechts: Dr. Volker Kuhlmann bei der Montag zweier Sperlingshotels

Fotos: Tanja Schneider (Wildeshauser Zeitung)

Der nicht mehr genutzte Schlauchturm in Neerstedt wurde zu Jahresanfang 2019 mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde Dötlingen zu einem Artenschutzturm "umgewidmet":  Drei Aktive der NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen montierten 25 Nisthilfen für Schwalben, Meisenarten und Halbhöhlenbrüter, 4 Spatzenkolonie-Hotels und 4 Fledermaushöhlen teils direkt am Turm, teils in seiner unmittelbaren Umgebung.

Zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Frühjahr sollen noch 5 Mauersegler-Kästen aufgehängt werden.