2019

Veranstaltungen und Berichte der NAJU-Ortsgruppe Dötlingen Wildeshausen


12. Oktober 2019

Selbst gepresster Apfelsaft

 

Am 12.10.2019 haben sich im Zeitraum von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr 20 NaJu-Kinder der NABU-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen auf dem Gelände von Dr. Volker Kuhlmann in Ostrittrum getroffen, um dort selbst gepressten Apfelsaft herzustellen. Der Spaß ging dabei schon am Treffpunkt los. Vom Dorfgemeinschaftshaus bis zur Streuobstwiese musste ein 10-minütiger Fußmarsch zurückgelegt werden. Dabei durften die Kinder abwechselnd in einem Anhänger mitfahren, der von einem Rasenmäher in Schrittgeschwindigkeit gezogen wurde.
Auf der Streuobstwiese angekommen, staunten die Kinder nicht schlecht über die große Anzahl der dort vorhandenen Apfel- und Birnenbäume verschiedenster Sorten. So dauerte es auch nicht lange, und der Anhänger war prall mit Äpfel und Birnen gefüllt. Dann ging es an die Herstellung der Maische. Hierzu wurde das Fallobst gewaschen, geviertelt, Druckstellen herausgeschnitten und in der Obstmühle geschreddert. Die so gewonnene Maische wurde wiederum in Netz-Säckchen, eine Art von Presstuch, gefüllt. Diese Säckchen wurden in die Apfelpresse gegeben und mit einer Druckplatte verschlossen. Beim mechanischen Pressen der Maische konnten die Kinder anschließend ihre Muskelkraft unter Beweis stellen.
Der dabei gewonnene Saft wurde aufgefangen, in Flaschen verfüllt und nach getaner Arbeit gemeinsam verkostet. Dabei waren sich die Kinder einig, noch ‚niiie‘ eine so leckere Vitaminbombe getrunken zu haben - sie ließen sich auch gleich mehrfach nachschenken.
Für einen Liter Apfelsaft werden je nach Apfelgröße ca. 2 - 3 kg Äpfel benötigt. Am besten wird der frisch gewonnene Saft innerhalb kurzer Zeit konsumiert. Der Trester (die ausgepresste Maische) kann über den Komposthaufen entsorgt werden.


März 2019

Das März-Treffen der Naturschutzjugend (NAJU) Dötlingen-Wildeshausen fand im Wildeshauser Stadtpark statt. Die 14 Mädchen und Jungen betätigten sich dort als Müllsammler und wunderten sich anschließend, wie viel Abfall dort herumlag. Dabei ließen sie es aber nicht bewenden:

Zunächst sortierten sie den Müll nach Kategorien, z.B. Papier, Plastik, Glas und Zigarettenstummel. Gerade Plastik und Verbundstoffe werden in unserer Gesellschaft zunehmend zum Problem, weil sie sich nur sehr langsam zersetzen und zu Mikroplastik zerfallen, das über Umwege – vor allem, wenn es ins Meer gelangt und dort von Fischen gefressen wird – wieder in unserer eigenen Nahrung landet. Ein Problem besonderer Art stellen weggeworfene Zigarettenkippen dar, die viele Chemikalien und Giftstoffe enthalten und damit bis zu 50 Liter Grundwasser verunreinigen können.

Danach wurde besprochen, wie man Müll vermeiden oder verringern kann, zum Beispiel so: Mehrweg- statt Einwegflaschen verwenden, Papier zum Recyceln in die grüne Mülltonne tun, Netze, Körbe und Taschen statt Plastiktüten beim Einkauf im Supermarkt benutzen, Getränkedeckel in die Sammelcontainer der Aktion „Deckel gegen Polio“ einwerfen, Kleidungsstücke und ausgelesene Bücher bei einem Verschenkemarkt abgeben, kaputte Geräte in einem Repair-Café reparieren lassen oder selbst reparieren statt sie wegzuwerfen.


Februar 2019

Im Bruthaus: Ralf Siemer erläutert, wie die Fischaufzucht funktioniert
Im Bruthaus: Ralf Siemer erläutert, wie die Fischaufzucht funktioniert

Aufzucht von Fischen

 

Die NAJUs waren mit ihren Betreuerinnen und Betreuern im Vereinsheim des Fischereivereines Wildeshausen zu Gast.
Nachdem sich die jungen Naturschützer im vorigen Jahr von der guten Wasserqualität der Wildeshauser Fließgewässer an der Visbeker Aue überzeugt hatten, wollten sie sich jetzt über das Wiederansiedlungsprogramm von Lachs und Meerforelle informieren.  Wie sich diese Fischarten entwickeln, welche Lebensbedingungen sie brauchen und welche Wanderungen über Bäche und Flüsse sie bis in die Nordsee und den Atlantik und wieder zurück unternehmen - all dies stellte Ralf Siemer eindrücklich und anhand schöner Bilder dar. Immer wieder „löcherten“ ihn die interessierten Mädchen und Jungen der NAJU dabei mit neugierigen Fragen. Anschließend wurde das Bruthaus besichtigt. Hier konnten die Naturschützer sich verschiedene Entwicklungsstadien der Fischbrut anschauen (vom Ei bis zum Jungfisch).
Mit der NAJU wird der Verein als nächste Maßnahme an der  Renaturierung eines Gewässers arbeiten. Sie werden Strömungslenker und ein Laichbett mit Kies einbauen. Alle Beteiligten freuen sich schon auf das gemeinsame Projekt.


Januar 2019

Tierspuren entdecken, bestimmen und sichern

 

Unter der Leitung von Tamino Büttner und Klaus Benthe, Waldpädagogikzentrum der Niedersächsischen Landesforsten, Emstek, erfuhren die 20 Kinder zunächst, was alles unter den weit gefassten Begriff ‚Tierspur‘ fällt. Bei dieser Gelegenheit erlernten und benutzten die NAJUs die ihnen meist unbekannten Jagdbegriffe.

 

Als Tierspuren gelten zum einen Fußabdrücke, die in der Jägersprache Trittsiegel heißen. Mehrere Trittsiegel werden als Spur oder Fährte bezeichnet. Am Boden liegende Vogelfedern können darauf hindeuten, dass sich ein Vogel in der Mauser befindet, wobei er nicht alle Federn auf einmal verliert, denn das Federkleid wird nach und nach ausgetauscht.

 Weitere Arten von Tierspuren: Kot, Losung genannt - Fraßspuren, also die Überreste einer Nahrungssuche - Überreste toter Tiere, Schlafplätze, Nester, Höhlen, Bewegungsmuster in den Sandmulden nach einem Sandbad, Größe und Farbe von Eierschalen.

 Im Praxisteil ging es an die Sicherung von Trittsiegeln. Dazu füllten die Teilnehmer Ton in eine Tontaube, glätteten diesen, drückten das Trittsiegel eines Präparates ganz vorsichtig hinein und beschrifteten es mit einem Zahnstocher.

 

Zum Abschluss eines erlebnisreichen Nachmittags zeigte sich die Gruppe beeindruckt davon, dass Deutschland das Land mit der weltweit größten Wilddichte ist ... und nicht, wie von einigen vermutet, Afrika.