
Als Unland abgewertet und mit vielen Schauergeschichten versehen, hatten Moor und Heidelandschaften lange keinen guten Ruf. Doch ihr Wert wird nach und nach bewusster. So zum Beispiel als CO²-Speicher. Auf den ersten Blick sind diese beiden Lebensräume sehr unterschiedlich. Begründet das dauerhafte Vorhandensein von Wasser die Bildung der Moore, so ist die Bildung von Heideflächen auf intensive Abholzung und Überweidung auf trockenen Standorten zurückzuführen. Moore sind natürliche Landschaften eiszeitlichen Ursprungs, Heide ist Kulturland. Und während die mageren, offenen Standorte neuen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum boten, hat die Abtorfung in den Mooren dazu geführt, dass dort entsprechend Lebensraumverluste zu verzeichnen sind. Denn das haben beide Biotop-Typen gemeinsam: sie werden oder wurden von Lebensraumspezialisten besiedelt. Und auch das ist eine Gemeinsamkeit, Moor und Heide sind verhältnismäßig artenarm.
Thorunn Laumann aus Rheine stellt auf Einladung des NABU Dötlingen-Wildeshausen, diese besonderen Habitate und ihre tierischen sowie pflanzlichen Bewohner vor. Dafür hat sie in den vergangenen Jahren viele Regionen im Nordwesten Deutschlands und im deutsch-niederländischen Grenzgebiet besucht und fotografisch dokumentiert. Diese Bilder stellen klar, wie wertvoll Moore und Heide für den Artenschutz sind, aber durchaus als Erholungsgebiete auch eine Relevanz für den Menschen haben.
Ort und Zeit: Gut Spascher Sand Infoscheune, Spasche 1 in Wildeshausen - Beginn 19 Uhr
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden sind willkommen.

Unter dem Titel „Faszination und Gefährdung der Bienen“ lädt der NABU Dötlingen-Wildeshausen zu einem bildgestützen Vortrag mit dem Imker Götz Neuber ein.
Die Veranstaltung findet um 14.30 Uhr in der Imkerei „Immenhuus“, Immenpadd 1, 27801 Dötlingen, statt.
Im Mittelpunkt stehen die enorme ökologische Leistung der Honigbiene und die faszinierende Vielfalt der Wildbienen. An ausgewählten Arten zeigt Neuber, wie spezialisiert viele Wildbienen sind, wie bedroht ihre Lebensräume sind und was Gartenbesitzerinnen, Gartenbesitzer und Landwirte konkret für ihren Erhalt tun können. Zugleich geht es um die gravierenden Belastungen für alle Bestäuber: biozide Stoffe, eingeschleppte Schädlinge und der zunehmende Mangel an „Vitalstoffen“ durch den Rückgang blühender Pflanzen.
Götz Neuber ist seit rund 35 Jahren Imker, bewirtschaftet heute noch fünf Bienenvölker und lebt auf einem ehemaligen Schulgrundstück in Klattenhof, dessen großer Naturgarten als „Bienenwildnis“ vielfältige Nahrung und Nistplätze für Insekten bietet. Trotz aller Probleme betont er, dass Bienen in ihrer 120 Millionen Jahre währenden Koevolution mit Blühpflanzen schon viele Katastrophen überstanden haben – ein Grund zur Hoffnung, dass sie auch die aktuellen, vom Menschen verursachten Herausforderungen meistern können.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden sind willkommen.

Unter dem Titel „Neues aus Masuren – Neues aus dem Naturparadies“ berichtet Rüdiger Wohlers, Leiter des NABU-Reiseteams Niedersachsen, von seinen aktuellen Eindrücken aus der nordostpolnischen Region Masuren – einer Landschaft, die als Paradies für Naturfreunde gilt.
Wohlers, der seit vielen Jahren naturkundliche Gruppenreisen in dieses Gebiet begleitet, schildert in eindrucksvollen Bildern die außergewöhnliche Artenvielfalt Masurens. Hier konnten sich Lebensräume erhalten, die im dicht besiedelten Mitteleuropa selten geworden sind: uralte Alleen, blühende Wiesen, klare Seen und stille Dörfer.
Neben faszinierenden Naturbeobachtungen kommen auch Geschichte, Kultur und Naturschutz zur Sprache.
Der neue Vortrag knüpft an Wohlers’ viel beachtetes Programm „Auf ins Traumland Masuren – Naturparadies im Nordosten Polens“ an, das bundesweit auf großes Interesse stieß.
Der Eintritt ist frei; um eine Spende für die Naturschutzarbeit wird gebeten.
Ort und Zeit: Aula der Schule Gut Spascher Sand, Spasche 1, 27793 Wildeshausen, 19:00 Uhr