Artenschutztürme:

Ungenutzte Türme als Refugium für Vögel und Fledermäuse

Was tun mit einem gut erhaltenen Turm, der nicht mehr gebraucht wird, weil sich die Technik geändert hat? Transformator-Türme zum Beispiel sind heutzutage seit der Umstellung von Freilandleitung auf Erdkabel überflüssig. Und Schlauchtürme, die die Feuerwehr früher benutzte, um ihre aus Hanf bestehenden Schläuche nach einem Einsatz zu trocknen, werden oftmals nicht mehr benötigt, seitdem Schläuche aus Kunstfaser gefertigt werden oder weil die Feuerwehr ihre Schläuche in andere Trocknungsanlagen bringt.

 

In vielen Gemeinden werden diese Türme nicht abgerissen, sondern umfunktioniert und auf originelle Weise anders genutzt:

  • Eine beeindruckende Sammlung von Beispielen für eine andere Nutzung von Trafohäuschen zeigt die Website Homepage der Trafotürme.
  • Ältere Schlauchtürme stehen teils unter Denkmalschutz oder werden, wenn ihr ursprünglicher Zweck nicht mehr gegeben ist, zum Beispiel als Kunstturm genutzt, wie hier vom Kunstverein Rotenburg an der Wümme.

Für uns Naturschützer bieten sich diese Gebäude an, um sie in Artenschutztürme mit Nistkästen für Vögel und Versteckmöglichkeiten für Fledermäuse umzuwidmen. In den Gemeinden Dötlingen und Wildeshausen arbeiten wir an der Realisierung zweier solcher Projekte:

 

Alter Schlauchturm in Neerstedt

Trafoturm auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen

 

Dazu demnächst mehr...